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Unsere Projektreise durch Afrika und Asien

Monatsarchiv für November 2007

Südafrika – ein Land extremer Gegensätze und Herausforderungen

27. November 2007

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Kriminalität und HIV/AIDS sind die beiden sozialen Herausforderungen, die Südafrika zur Zeit am stärksten beschäftigen. Wir würden noch ein Thema ergänzen: Apartheid. Immer noch!

 

Trotz offizieller Abschaffung der Apartheid im Jahr 1994 ist die Kluft zwischen Schwarz und Weiß sowie Arm und Reich in Südafrika größer als je zuvor. Gepflegte Vorstädte liegen unmittelbar neben heruntergekommenen Townships, mondäne Villen ragen hinter Wellblechhütten empor. Viele der alten Denk- und Verhaltensstrukturen haben sich bis heute kaum geändert. Die Hautfarbe ist nach wie vor ein gesellschaftliches Abgrenzungsmerkmal. Obwohl die Weißen nur 9,6 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, gehören ihnen die bedeutendsten Gold- und Diamantenminen des Landes, riesige Ländereien sowie große Teile der Wirtschaft.

 

Eine Umfrage unter schwarzen Südafrikanern ergab, dass 81 Prozent der Befragten noch nie mit einem Weißen zusammen gegessen haben. Ob am Strand, in den Restaurants, Cafés oder Bars – man sitzt getrennt. Die Schwarzen hier, die Weißen dort. Nur sehr selten sieht man gemischte Gruppen und wenn, dann sind es meist Kinder oder Jugendliche. Selbst in den Studentenstädten wie Kapstadt, Pretoria oder Stellenbosch lebt man nach wie vor nicht miteinander, sondern bestenfalls nebeneinander.

 

AIDS wird über die Zukunft Südafrikas entscheiden

aids-plakat.jpgMit 5,5 Millionen Menschen, die mit HIV/AIDS infiziert sind, ist Südafrika das von AIDS am stärksten betroffene Land der Welt. 1,2 Millionen Kinder haben bereits durch AIDS ihre Eltern verloren.

 

Nach Angaben von UNAIDS beträgt die HIV-Infektionsrate landesweit im Durchschnitt 18,8 Prozent. Doch bei der Interpretation dieses Wertes ist Vorsicht geboten. Kritiker weisen zurecht darauf hin, dass die offiziellen Zahlen, die auf den staatlichen Angaben beruhen, unzuverlässig sind und kaum Rückschlüsse auf das wahre Ausmaß der AIDS-Epidemie zulassen. So liegt die Infektionsrate vor allem in den Städten, den ehemaligen Townships sowie in den vorwiegend von Schwarzen bewohnten Provinzen KwaZulu-Natal und Limpopo bei bis zu 36,2 Prozent. Die höchsten HIV-Raten sind in Minenstädten und entlang der großen Fernstraßen des Landes anzutreffen. So ergab beispielsweise eine Studie des Medical Research Council, dass 56 Prozent der getesteten Fernfahrer an einem beliebten Rastplatz der Staatsstraße R23 HIV-positiv sind.

 

Die Ansteckungsgefahr liegt bei jungen Frauen in Südafrika viermal höher als bei gleichaltrigen Männern. Zum einen beruht dies auf der höheren biologischen Verwundbarkeit von Frauen, zum anderen auf der untergeordneten Stellung der Frau innerhalb der südafrikanischen Gesellschaft. So sind Frauen zumeist nicht in der Lage, sich adäquat vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Viele Männer, die beispielsweise in den Minen arbeiten und sich während ihrer oft wochenlangen Abwesenheit bei anderen Frauen infizieren, bringen die Krankheit mit nach Hause und stecken ihre Ehefrauen an.

 

Außerpartnerschaftliche Beziehungen sind in der südafrikanischen Mentalität fest verankert. „In 70-80 Prozent aller Fälle sind sich die Partner nicht treu“, bestätigen Sozialarbeiter in verschiedenen Projekten. Zusätzlich verschärft wird die Ansteckungsgefahr mit der Immunschwächekrankheit zudem durch den geringen Gebrauch von Kondomen. Chipo Chiwarawara, eine HIV/AIDS-Beraterin im Norden Südafrikas erklärt bei einem Projektbesuch: „Möglicherweise wird die ersten Male, wenn man sich noch nicht kennt, ein Kondom benutzt. Doch schon nach kurzer Zeit wird ganz bewusst darauf verzichtet. Der Nichteinsatz von Kondomen wird als Ausdruck der Liebe und des Vertrauens zu einem Menschen verstanden.“ Auf die Frage, wie häufig Kondome benutzt würden, antwortet sie „in höchstens 25 Prozent aller Fälle“!

 

die-aids-kranke-betty-bekommt-die-antiretroviralen-medikamente.jpgDie Gesamtzahl aller Todesfälle ist in den letzten zehn Jahren um 79 Prozent gestiegen. Die volkswirtschaftlichen Folgen von AIDS sind für Südafrika verheerend. Der Arbeitskräftepool schrumpft, die Kaufkraft schwindet, die Steuereinnahmen sinken und die Gesundheitskosten explodieren. Dies hat gravierende Auswirkungen auch auf die Betriebe, allein schon durch die Anzahl der ausgefallenen Arbeitsstunden, die durch den Besuch von Beerdingungen verloren gehen.

 

Auch wenn nach jahrelangen Bemühungen antiretrovirale Medikamente seit 2005 durch die Regierung Südafrikas kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, ist nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung in der Lage, die Medikamente einzunehmen. So nehmen beispielsweise 85,4 Prozent der HIV-infizierten schwangeren Frauen in Südafrika keine Medikamente ein, um die Gefahr der Mutter-Kind-Infektion auszuschließen.

 

Tragisch ist ferner, dass sich trotz massiver HIV/AIDS-Aufklärungskampagnen nur ein geringer Prozentsatz der Menschen testen lässt. Rund 2 Millionen Südafrikaner, die mit HIV leben, wissen nicht, dass sie infiziert sind und glauben, dass sie keiner Gefahr ausgesetzt sind. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie das tödliche Virus übertragen. Die meisten Menschen werden erst dann auf ihre Infektion aufmerksam, wenn die ersten Symptome der Krankheit ihren Körper befallen. Da die Krankheit in vielen Bevölkerungsschichten bis heute als Fluch oder Strafe der Ahnen gilt, wird bis zum letzten Moment versucht, die Krankheit zu verschleiern. „Vielen Menschen macht die Krankheit und die mit ihr verbundene Lebensgefahr weniger Angst als das Stigma und die Ausgrenzung, die mit AIDS verknüpft sind“, beschreibt Edwin Cameron, prominenter Richter am obersten Berufungsgericht Südafrikas, der selbst HIV-positiv ist, in seinem Buch „Tod in Afrika“ die weitverbreitete Einstellung der südafrikanischen Bevölkerung.

 

Der Kampf gegen die gesellschaftliche Stigmatisierung sowie die Stärkung der Betroffenen und ihrer Familien im Umgang mit AIDS sind die größten Herausforderungen und zugleich auch die zentralen Schwerpunkte der HIV/AIDS-Projekte, über die in diesem Newsletter unter anderem berichtet wird.

 

Alle 10 Minuten eine Vergewaltigung, alle 2 Stunden ein Mord

Die Kriminalität in Südafrika stellt nach wie vor ein großes Problem dar. Das Land hat die weltweit höchste Kriminalitätsrate. Allein seit Ende der Apartheid 1994 wurden der südafrikanischen Polizei zufolge über 420.000 Menschen ermordet und mehr als 650.000 Menschen vergewaltigt. Nach der aktuellen Kriminalitätsstatistik werden in Südafrika pro Tag 50 Menschen ermordet und 150 vergewaltigt. Bei diesen Angaben handelt es sich lediglich um die gemeldeten Fälle, die Dunkelziffer liegt bei weitem höher.

 

sicherheitskrafte-in-sudafrika.jpgGründe für die Kriminalität sind vor allem die soziale Ungleichheit zwischen den ärmeren Bevölkerungsschichten, denen zumeist Schwarze angehören und der meist weißen Oberschicht des Landes. Doch die Kriminalität allein mit der sozialen Ungleichheit zu begründen, wäre ebenso falsch, wie das drastische Ausmaß von AIDS in Südafrika allein auf die Armut zu schieben. Eine Vielzahl sozialer und ethnischer Gründe haben ebenso großen Einfluss wie der landesweit hohe Alkoholkonsum und die Drogenproblematik, die wiederum vor allem in den schwarzen Wohngebieten anzutreffen ist.

 

Aufgefallen ist uns die nahezu überall spürbare und zum Teil enorme Angst. So verwandeln sich die Innenstädte und Geschäftszentren von Johannesburg, Kapstadt und Durban mit Einbruch der Dunkelheit zu wahrhaften Geisterstädten. Als Weißer zieht man sich zurück in die von hohen Mauern und privaten Sicherheitsdiensten hermetisch abgeriegelten Vorstädte. Die meisten Häuser gleichen mit Stacheldraht- und Elektrozäunen, Kameras, Infrarotsensoren, Scheinwerfern und Sirenen wahren Festungen. Die Menschen verriegeln selbst über Tag beim Fahren das Auto. In einigen Stadtteilen wird aus Angst vor Überfällen und Car-Jacking vor roten Ampeln nachts nicht mehr angehalten. Die Bevölkerung hat Angst und diese wächst, auch wenn jüngste Kriminalitätsstatistiken angeblich belegen, dass die Gewaltverbrechen leicht zurückgegangen sind.

 

Und dennoch haben wir entgegen vieler Horrormeldungen und Warnungen bis heute von der Gewalt nur gehört und gelesen. Obwohl wir uns in den Innenstädten von Johannesburg, Kapstadt und Durban frei bewegt, zahlreiche ehemalige Townships besucht und mit den Bewohnern gesprochen haben, gab es für uns nicht eine einzige bedrohliche Situation. Ein gesundes, aber ganz bestimmt nicht übertriebenes Maß an Vorsicht, ist sicherlich angebracht. Auch sollte man stets den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der Menschen vor Ort folgen. Dennoch würden wir jedem empfehlen, diesem wunderschönen Land und seinen Menschen nicht mit Angst, sondern mit Interesse, wachen Augen und gesundem Menschenverstand zu begegnen. Doch gilt dies nicht für jedes Land der Welt?

Es vergeht keine Nacht, in der nicht eine Frau vergewaltigt wird

27. November 2007

GRIP – ein Pilotmodell zur Unterstützung von Vergewaltigungsopfern

Nelspruit, Südafrika

 

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Ein 8-jähriges Mädchen wird vergewaltigt und getötet. Eine 70-jährige Frau wird mit Benzin übergossen und angezündet. Der Täter ist der Mann, der die alte Frau drei Monate zuvor vergewaltigt hatte und sie umbringt, weil sie ihn angezeigte. Eine 27-jährige Frau wird vor den Augen ihres Sohnes über mehrere Stunden von zwei Männern achtmal vergewaltigt. Trotz des mit Elektrozaun abgesicherten Hauses konnten die Peiniger eindringen. „Dies sind lediglich drei der Fälle, die bei uns in dieser Woche reingekommen sind“, berichtet Annésta Hofer, die Direktorin von GRIP.

 

Die Organisation hat mit den Vergewaltigungsfällen allein in der Region Nelspruit, im Osten Südafrikas, alle Hände voll zu tun. „Es vergeht keine Nacht, in der nicht eine Frau vergewaltigt wird“, so die Direktorin weiter.

 

GRIP steht für „Greater Rape Intervention Programme“. Die Organisation wurde im Jahr 2000 gegründet und kümmert sich um jeden Vergewaltigungsfall in und um die 500.000-Einwohnerstadt, der bei der Polizei, in den Krankenhäusern oder über die Hotline gemeldet wird. Das Ziel der Organisation ist, Opfern von Missbrauch und Vergewaltigung beizustehen und sie in jeder möglichen Weise zu unterstützen. Allein von Januar bis Oktober 2007 kümmerte sich GRIP um 698 Vergewaltigungen und 976 Fälle häuslicher Gewalt. „Jeden Tag kommen fünf bis sechs neue Opfer zu uns“, erklärt die Direktorin. Doch nur ein Bruchteil aller Missbrauchsfälle wird angezeigt. Den Ergebnissen einer landesweiten Studie aus dem Jahr 2006 zufolge wird nur jeder achte Fall gemeldet.

 

Um den Betroffenen frühestmöglich beizustehen, hat die Organisation sogenannte „Care Rooms“, Anlauf- und Betreuungsräume innerhalb der Polizeistationen und Krankenhäuser, eingerichtet, die sieben Tage die Woche geöffnet sind und in denen die Opfer rund um die Uhr von psychologisch geschulten Mitarbeitern beraten und betreut werden. Die „Care Rooms“ sind liebevoll eingerichtet, die Wände mit warmen Farben und kinder-freundlichen Motiven bemalt. Sofas, Fernseher, Bücher und Spielsachen für die Kinder tragen zu einer privaten und geschützten Atmosphäre bei. Für Betroffene, die aufgrund des Schocks und ihrer Angst nicht nach Hause zurückkehren können, stehen Betten, sanitäre Einrichtungen sowie eine kleine Küche für einige Tage zur Verfügung.

 

Mit PEP kann innerhalb von 72 Stunden eine Ansteckung mit HIV verhindert werden

Sobald eine Vergewaltigung bekannt wird, ist GRIP aktiv. Die Organisation kümmert sich darum, dass die Betroffenen im Krankenhaus entsprechend medizinisch untersucht und behandelt werden und dass es zu einer Anzeige kommt. Die GRIP-Mitarbeiter sorgen dafür, dass alle notwendigen Tests für das spätere Anklageverfahren durchgeführt werden und bestärken die Opfer, einen HIV-Test durchführen zu lassen. Allen Vergewaltigungsopfern steht die kostenfreie PEP-Therapie (Post-Exposure Prophylaxis) zur Verfügung, mit der binnen 72 Stunden nach der Vergewaltigung eine mögliche Infektion mit HIV wirksam verhindert werden kann. Bei PEP handelt es sich um ein modernes antiretrovirales Medikament, das für einen Zeitraum von 28 Tagen eingenommen werden muss. Daher ist es entscheidend wichtig, dass sich die Betroffenen möglichst sofort an GRIP wenden. „Mit PEP können wir Leben retten“, erklärt Annésta Hofer.

 

Neben den Medikamenten erhalten die Betroffenen im „Care Room“ des Krankenhauses auch eine Notfalltasche mit Zahnbürste, Zahnpasta, Toilettenartikeln, Damenbinden und frischer Unterwäsche. „Keiner Frau und keinem Kind soll zugemutet werden, nach der Vergewaltigung dieselben Sachen tragen zu müssen. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich nach der medizinischen Untersuchung und Beweisaufnahme waschen und neue Unterwäsche anziehen zu können“, erklärt die zuständige GRIP-Mitarbeiterin.

 

Bis zur Urteilssprechung begleitet

GRIP bietet ein breites Spektrum der Hilfe. Anwälte und Rechtsberater stehen den Betroffenen während des gesamten Anklage- und Gerichtsverfahrens bei. Aufgrund von Unsicherheit und Angst kommt es immer wieder vor, dass Gerichtsverhandlungen zu Ungunsten der Kläger verlaufen. Daher werden die Betroffenen mit speziellen „Gerichtstrainings“ auf die Gerichtsverhandlungen vorbereitet. Hierfür stellt das Nelspruiter Gericht der Organisation jeden Samstag seine Räumlichkeiten zur Verfügung. „Gerade für Kinder ist das Gericht meist etwas Bedrohliches. Daher werden die Kinder in speziellen Rollenspielen auf die Verhandlungen vorbereitet. Dies hat den Vorteil, dass sie bei dem eigentlichen Prozess die Abläufe bereits kennen und genau wissen, wie sie sich zu verhalten haben“, erklären Priscilla und Vinta, zwei GRIP-Betreuerinnen, die mit den Kindern das Vorbereitungstraining durchführen. Das von GRIP entwickelte Modell ist sehr erfolgreich. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 193 Angeklagte verurteilt und nur 42 als nicht schuldig freigesprochen.

 

Kinder werden mit ihrem Schicksal nicht allein gelassen

dudu-mit-ihrer-mutter.jpgNelly Zulu, eine der Sozialarbeiterinnen von GRIP, ist auf dem Weg zu der 12-jährigen Dudu. Das Mädchen wurde vor zwei Jahren auf dem Rückweg von der Schule vergewaltigt. Es passierte in einem kleinen Lebensmittelladen, nicht weit von ihrem Zuhause, mitten am helllichten Tag. „Dudu wollte etwas zu essen kaufen. Der Ladenbesitzer, den sie gut kannte, versprach ihr, Brot und Schokolade, wenn sie ihre Kleider ausziehen würde. Als Dudu daraufhin weglaufen wollte, wurde sie von dem 50-jährigen Mann brutal vergewaltigt“, erinnert sich Nelly Zulu. Aus Angst und Scham sagte Dudu niemandem, was passiert war. Erst als sie kurz darauf krank wurde und ihre Mutter einen Arzt aufsuchte, kam heraus, was passiert war. Ein Bluttest ergab, dass Dudu mit HIV infiziert wurde.

 

„Fälle wie diese zeigen, wie wichtig es ist, dass die Menschen über unsere Programme und die Möglichkeit der PEP-Therapie Bescheid wissen“, erklärt Nelly Zulu. Daher betreibt GRIP umfangreiche Aufklärungsarbeit in den ehemaligen Townships, in Schulen, Jugendclubs sowie im lokalen Radio. Mithilfe von GRIP wurde der Ladenbesitzer angezeigt und ein Verfahren eröffnet. Doch nur wenige Wochen später entschieden die Eltern, die Anzeige zurückzuziehen, da die Familie durch den Täter in extremer Weise bedroht wurde.

 

Dank GRIP lebt Dudu heute mit ihrer Familie auf einer abgelegenen Farm, 15 km außerhalb von Nelspruit. Sie besucht die dritte Klasse und möchte eines Tages Lehrerin werden. Einmal pro Monat kommt Nelly Zulu vorbei und besucht die kleine Dudu, die ihr in den letzten zwei Jahren besonders ans Herz gewachsen ist. Dudu hat in Nelly nicht nur eine wichtige Freundin gefunden, sondern auch einen Menschen, der sich zutiefst in ihre Lage hineinversetzen kann. Nelly Zulu wurde, wie sie in aller Offenheit zugibt, als Kind selber vergewaltigt. „Ich weiß, was Dudu durchgemacht hat. Mir hat damals niemand geholfen. Daher möchte ich dafür sorgen, dass Kinder wie Dudu mit ihrem Schicksal nicht allein sein müssen.“

 

Weitere Informationen über die Organisation via Let’s help oder direkt unter:

GRIP - Greater Rape Intervention Programme

Adresse: P.O. Box 26122, Nelspruit 1200, South Africa

Kontakt: Annésta Hofer

Telefon: +27 13 7524404

e-Mail: info@grip.org.za 

Website: www.grip.org.za

„Wenn ich an Mama denke, spüre ich, dass sie bei mir ist.“

27. November 2007

St. Joseph’s Care and Support Trust hilft HIV-infizierten und von AIDS betroffenen Kindern

Bronkhorstspruit, Südafrika

 

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Es ist 6.00 Uhr morgens als Buhle hereinkommt und Thabi die Decke wegzieht. „Es ist Zeit aufzustehen!“, ruft die große Schwester und rüttelt Thabi wach. Auch für Sipho, der noch im Halbschlaf neben seiner Schwester im Bett liegt, heißt es aufstehen. Während Buhle den Tee für die kleineren Geschwister vorbereitet, gehen diese nach draußen zum Wasserhahn und waschen sich das Gesicht. Es ist noch kühl frühmorgens und die Sonne ist noch hinter den Hügeln versteckt.

 

Kurze Zeit später sind alle drei Geschwister auf dem Weg zur Schule. Während die 16-jährige Buhle die 9. Klasse der weiterführenden Schule besucht, die nur einen Häuserblock entfernt liegt, müssen Thabi und Sipho jeden Morgen eine halbe Stunde zu Fuß zur Schule gehen. Thabi ist 11 Jahre alt und geht in die 5. Klasse. Ihr kleinerer Bruder ist gerade 7 Jahre alt geworden und besucht die erste Klasse.

 

Wenn Kinder die Eltern ersetzen müssen

Seit dem Tod der Mutter vor knapp sechs Monaten ist Buhle für ihre beiden Geschwister allein verantwortlich. An ihren Vater kann sie sich kaum mehr erinnern. Als sie noch ganz klein war, hat er die Familie verlassen und so weiß sie nicht einmal mehr, wie er aussah. Allmorgendlich weckt sie ihre jüngeren Geschwister und sorgt dafür, dass sie rechtzeitig zur Schule kommen. Schon vor zwei Jahren, als ihre Mutter schwer krank wurde, musste Buhle alle Aufgaben im Haushalt erledigen und ihre Mutter pflegen. Von heute auf morgen hatte das junge Mädchen die Rolle eines Erwachsenen zu übernehmen.

 

Sowie Buhle, Thabi und Sipho wachsen in Südafrika aufgrund von AIDS über 1,2 Millionen Kinder ohne ihre Eltern auf. Mit über 18,8 Prozent hat das Land eine der höchsten HIV/AIDS-Infektionsraten der Welt, und so werden heute viele Familien, da Eltern und Großeltern bereits verstorben sind, durch Kinder geführt.

 

Obwohl die älteren Geschwister ganz selbstverständlich die Elternrolle übernehmen, so sind sie doch nicht in der Lage, die Eltern zu ersetzen. Vielen Kindern fehlt es an Fürsorge, Geborgenheit und Liebe. Sie haben niemanden mehr, der ihnen in schwierigen Situationen beisteht, ihnen Halt gibt und sie beschützt, wenn sie in Gefahr sind. Viel zu früh müssen diese Kinder ihre Kindheit aufgeben.

 

„Alles was wir machen, hat mit AIDS zu tun. AIDS ist weit mehr als nur eine Krankheit. Daher reichen allein gesundheitliche Maßnahmen auf Dauer bei weitem nicht aus“, erklärt Elisabeth Schilling, die Gründerin und Direktorin des St. Joseph’s Care and Support Trust. Neben der Beratung HIV-infizierter Menschen und Pflege von AIDS-kranken Patienten betreibt die Organisation ein Hospiz sowie zahlreiche Einrichtungen und Programme zur sozialen, psychologischen und spirituellen Unterstützung der Betroffenen. „Wir verfolgen einen holistischen Ansatz und versuchen, den Menschen in jeder uns möglichen Weise zu helfen“, so die Gründerin.

 

Unweit der Schule, die Thabi und Sipho besuchen, liegt das St. Joseph’s Community Centre Wolvenkop. Pünktlich um 10.00 Uhr schließt Emma Mhlanga die Kinderbetreuungs- und Verpflegungsstation auf. Gemeinsam mit zwei Mitarbeitern bereitet sie das Mittagessen vor. In der Küche liegt ein Sack Reis und Berge von verschiedenem Gemüse. „Gerade genug, um fünfzig Kinder satt zu kriegen“, lacht Emma.

 

verpflegungsstation.jpgDas St. Joseph’s Community Centre Wolvenkop ist eine von insgesamt sieben Kinderbetreuungs- und Verpflegungsstationen. Von Montag bis Freitag bekommen hier AIDS-Waisen und besonders benachteiligte Kinder aus der Umgebung ein ausgewogenes Mittagessen. Heute steht Kohl, Reis, Kürbis und Gehacktes auf dem Speiseplan. Emma weiß, dass dies für viele Kinder, die in die Verpflegungsstationen kommen, die einzige Mahlzeit des Tages ist.

 

Um 14.00 Uhr strömen die ersten Kinder in das St. Joseph’s Community Centre. Die einen stehen bereits in der Schlange, um einen Teller aus der Küche zu holen, andere spielen draußen Fußball oder zeichnen Figuren in den sandigen Boden. Auch Sipho und Thabi sind bereits eingetroffen und haben großen Hunger, da sie nur eine Tasse Tee zum Frühstück hatten. Sie holen sich einen Teller bei Emma und setzen sich zu den anderen Kindern. Das Mittagessen scheint allen zu schmecken – es wird kein Ton mehr gesprochen.

 

Memory Boxes – Brücken der Erinnerung

Nach dem Essen werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt. Während die Kleinen malen und andere Kinder ihre Hausaufgaben machen, setzt sich Thabi mit den größeren Kindern gemeinsam an einen Tisch und arbeitet an ihrer „Memory Box“. Diese besteht aus einem Schuhkarton, den sie sorgfältig und liebevoll bemalt hat. In dem Karton liegen Zeichnungen und Briefe sowie ein Foto von einer Frau. Die Frau auf dem Bild trägt ein blumengemustertes Sommerkleid und einen Hut. Sie sitzt auf einer Treppe an die Wand gelehnt und lächelt. Es ist Thabis verstorbene Mutter.

 

kinderzeichnung.jpgDie „Memory Box“ ist ein wichtiger Bestandteil aktiver Trauerarbeit bei Kindern und wird in verschiedenen afrikanischen Ländern schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt. In eine Memory Box darf ein Kind all das hineintun, was es an die Eltern erinnert, wie Fotos, Zeichnungen, Gedichte oder Briefe. Da viele Kinder zum Zeitpunkt des Todes ihrer Eltern noch klein sind, werden mit den Gegenständen in der Memory Box die Erinnerungen der Kinder an ihre Eltern wachgehalten. „Wir lassen die Kinder Briefe an ihre verstorbenen Eltern schreiben, in denen sie ihnen mitteilen können, was in ihnen vorgeht. Auch wenn es oft traurige Briefe sind, so helfen sie doch den Kindern, den Tod ihrer Eltern zu thematisieren und nach und nach darüber hinwegzukommen“, erklärt Emma Mhlanga. „Wenn möglich versuchen wir mit den Memory Boxes schon vor dem Tod der Eltern zu beginnen und diese aktiv in die Ausstattung der Memory Boxes mit einzubinden.“ So werden auch Briefe, Gedichte und persönliche Gegenstände der Eltern zu wertvollen Erinnerungshilfen für die Kinder. Auch wenn die Auseinandersetzung mit dem Tod der Eltern für die Kinder nicht leicht ist, so gestalten sie ihre Memory Boxes mit Hingabe und Liebe. Thabi ist sich sicher: „Wenn ich an Mama denke, spüre ich, dass sie bei mir ist.“

 

Neben der täglichen Verpflegung und der Nachmittagsbetreuung kümmern sich die Mitarbeiter des St. Joseph’s Community Centre darum, dass die Kinder auch nach dem Tod der Eltern weiterhin zur Schule gehen. Einmal pro Woche besuchen sie die Haushalte der Kinder und schauen nach dem Rechten. „Wir helfen den Kindern mit allem, was sie brauchen“, erklärt Lizzy Ogoweng, die Leiterin der Sozialprogramme des St. Joseph’s Care and Support Trust. Hierzu gehören Kleidung, Schuhe, die Schuluniform sowie Hefte, Stifte und Schulbücher. Einmal pro Monat erhalten besonders bedürftige Familien ein Versorgungspaket, bestehend aus den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Waschpulver.

 

Am späten Nachmittag schließt das St. Joseph’s Community Center seine Pforten. Für Thabi und Sipho ist es Zeit, zurück nach Hause zu gehen. Buhle wartet bereits auf ihre jüngeren Geschwister. Gemeinsam bereiten sie das Abendessen vor. Für die Kinder ist es fast schon normal geworden, auch ohne ihre Eltern zurechtzukommen.

 

Weitere Informationen über die Organisation via Let’s help oder direkt unter:

St. Joseph’s Care and Support Trust

Adresse: P.O. Box 2016, Bronkhorstspruit 1020, South Africa

Kontakt: Elisabeth Schilling

Telefon: +27 13 9326600

e-Mail: fundraising@stjosephcare.org.za  

Website: www.sizanani.org 

Engel in roten T-Shirts

27. November 2007

Bedingungsloser Einsatz freiwilliger Helfer der Catholic AIDS Action

Oshakati, Namibia

 

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Penaeyambeko Inghalwa lebt mit ihren beiden Töchtern und einem Enkelkind in einem Slumviertel am Stadtrand von Oshakati, einer Kleinstadt im Norden Namibias unweit der Grenze zu Angola. Ihre kleine Hütte besteht aus zwei verrosteten Autotüren, einer Motorhaube, zerfetzten Plastikfolien, Stoffresten und einem undichten Strohdach. Die Gegend ist trostlos und wirkt ausgestorben. Die Sonne scheint erbarmungslos und die Hitze ist schier unerträglich. Die Menschen suchen Schutz in ihren Hütten und unter den wenigen Bäumen und Sträuchern. Sie leben unter katastrophalen Bedingungen.

 

Penaeyambeko und ihren Kindern fehlt es an allem. Die Familie ernährt sich von Abfällen, die die Kinder auf der Mülldeponie sammeln. Da es weder einen Brunnen noch eine Wasserleitung gibt und sie sich das Geld für frisches Trinkwasser nicht leisten können, sind sie gezwungen, das verschmutzte Wasser aus dem nahegelegenen Kanal zu trinken. Weil die Mutter zu schwach ist, muss ihre 12-jährige Tochter Antonja die gesamte Hausarbeit erledigen.

 

Jeden Morgen und jeden Abend schleppt das kleine Mädchen die schweren Wassercontainer vom Kanal bis nach Hause. Wenn es einmal etwas zu essen gibt, bereitet Antonja dieses an der offenen Feuerstelle vor ihrer Hütte zu. Da es in der ganzen Gegend nicht genügend Holz gibt, verbrennt sie Plastikabfälle und alte Autoreifen. Auch wenn ihr vom giftigen Rauch die Augen brennen und sie weiß, wie schädlich der Qualm ist, hat sie keine andere Wahl. Mit ihren 12 Jahren hat sie bereits die Rolle und Verantwortung eines Erwachsenen. Sie kann nicht zur Schule gehen, auch hierfür fehlt das Geld.

 

Die Mutter atmet schwer. Seit Jahren leidet sie an den Folgen von AIDS, jener Krankheit, an der auch ihr Ehemann schon vor Jahren verstorben ist. Ihr ausgemergeltes Gesicht und die Hautausschläge an ihren Füßen zeigen, dass auch bei ihr die Krankheit bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Penaeyambeko und ihre Kinder werden von den freiwilligen Mitarbeitern der Catholic AIDS Action, der größten und anerkanntesten Organisation im Kampf gegen AIDS in Namibia, betreut.

 

Die vielseitige Hilfe der Catholic AIDS Action

Catholic AIDS Action ist eine Non Government Organisation (NGO), die 1998 gegründet wurde. Zu ihren wichtigsten Programmen und Aktivitäten zählen:

  • Unterstützung von mit HIV/AIDS betroffenen Familien

  • Häusliche Pflege und Betreuung von an AIDS erkrankten Patienten

  • HIV/AIDS Aufklärung vor allem für Jugendliche

  • Kostenlose AIDS-Tests und Beratung

  • Schulausbildungs-, Betreuungs- und Ernährungsprogramme für AIDS-Waisen und sozial benachteiligte Kinder

 

Trotz der engen Verbundenheit der Organisation zur Katholischen Kirche richten sich die Einrichtungen und Programme von Catholic AIDS Action an alle Menschen in Not, ungeachtet ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit.

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„In unserem Hausbesuchs- und Betreuungsprogramm engagieren sich zurzeit 649 ehrenamtliche Mitarbeiter, die 3.173 kranke und hilfsbedürftige Menschen zwei- bis dreimal pro Woche besuchen“, erklärt Efraim Iipinge, der Regionalleiter für die beiden Nordwestprovinzen Oshana und Omusati. Für die vielen verzweifelten und an AIDS erkrankten Menschen sind die freiwilligen Mitarbeiter der Organisation, die man schon von weitem an ihren rot leuchtenden T-Shirts erkennt, oftmals die einzigen Menschen, die sich um sie kümmern. Neben der psychosozialen Betreuung und dem moralischen Beistand werden die Kranken mit Medikamenten, Vitaminen, Pflegemitteln sowie zum Teil auch mit Lebensmitteln und spezieller Aufbaunahrung versorgt. Falls erforderlich, organisieren die freiwilligen Helfer Arzt- und Krankenhausbesuche und kümmern sich um die Formalitäten.

 

Neben der direkten Betreuung und Pflege der Kranken, stehen die freiwilligen Helfer der Catholic AIDS Action auch den Familienmitgliedern bei. So gehört zu ihren Aufgaben auch die Vorbereitung der Kinder auf den Tod ihrer Eltern. Sie bringen ihnen bei, was bei der Pflege der Eltern zu beachten ist, geben wertvolle Ratschläge und ermutigen die Kinder, nicht zu verzweifeln. Der Projektkoordinator John Kamati erläutert: „Sobald einer der Eltern an AIDS erkrankt, hat dies direkte und traumatische Auswirkungen auf das Leben der Kinder. Stirbt ein Elternteil oder gar beide Eltern fehlt es den Kindern an Schutz, menschlicher Wärme und Geborgenheit. Für viele Kinder ist der Tod nicht greifbar und sie müssen behutsam darauf vorbereitet werden, dass ihre Eltern nicht mehr zurückkommen.“

 

Aufgrund der immer noch starken Stigmatisierung und gesellschaftlichen Ausgrenzung haben viele AIDS-Kranke den Kontakt zu ihren Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden verloren. „Als wir vor einigen Jahren mit unserer Arbeit begannen, hatten wir es sehr schwer“, erklärt Jutta Onesmus, die schon seit Beginn als freiwillige Helferin für Catholic AIDS Action aktiv ist. „Sobald die Menschen unsere roten T-Shirts sahen, fingen sie an zu tuscheln. Die meisten gingen automatisch davon aus, dass auch wir als Betreuer HIV-positiv sind. Nicht nur die Menschen in den Hütten, die wir regelmäßig besuchen, sondern auch wir wurden am Anfang gemieden. Doch mit der Zeit haben sie erkannt, wie wichtig unsere Arbeit ist. Wenn wir heute in die Dörfer kommen, freuen sich die Menschen und schätzen unseren Besuch.“

 

Zwischen den freiwilligen Mitarbeitern und ihren Klienten besteht eine sehr enge Verbindung. Durch die liebevolle Fürsorge, die die kranken und notleidenden Menschen erfahren, wird den Mitarbeitern der Catholic AIDS Action Vertrauen und Dankbarkeit entgegengebracht. Die enorme Wertschätzung für das Engagement der freiwilligen Helfer bringt auch Penaeyambeko Inghalwa zum Ausdruck: „Ich wüsste nicht, wie ich ohne die Hilfe von Jutta zurecht käme. Sie ist immer für mich da, hört mir zu und lässt mich nicht allein“.

 

Weitere Informationen über die Organisation via Let’s help oder direkt unter:

Catholic AIDS Action

Adresse: P.O. Box 11525, Windhoek, Namibia

Kontakt: Father Richard W. Bauer (Executive Director)

Telefon: +264 61 276350

e-Mail: web@caa.org.na 

Website: www.caa.org.na

Men as Partners – ein Projekt von EngenderHealth

27. November 2007

Johannesburg, Südafrika

men-as-partners.jpgDie meisten Projekte und Organisationen im Kampf gegen Missbrauch und sexuelle Gewalt richten sich an Frauen und Kinder. Doch es sind die Männer, die nahezu sämtliche Entscheidungen in Bezug auf Sex treffen. Daher hat die internationale Sozialorganisation „EngenderHealth“ mit dem Programm „Men as Partners“ (MAP) ein völlig neues und weltweit einmaliges Konzept entwickelt, das sich in erster Linie an Männer richtet.

„Men as Partners“ hat zum Ziel, Männer zu mobilisieren und sie zu verantwortungsvollen Partnern zu machen, die jegliche Form der Gewalt an Frauen und Kindern ablehnen und für deren Rechte einstehen. „Nicht alle Männer sind Vergewaltiger“, erklärt Kent Klindera, der das Johannesburger Büro leitet. „Doch das Problem ist, dass kaum ein Mann bereit ist, sich in der Öffentlichkeit gegen Vergewaltigung und Missbrauch auszusprechen.“

In Südafrika richten sich die Programme von MAP vorwiegend an Jugendliche. In mehrtägigen Trainings werden bestehende Klischees von Männlichkeit, die klassische Rollenverteilung von Mann und Frau und vermeintliche Idealbilder der beiden Geschlechter in Frage gestellt und besprochen. Das Ziel der Trainings ist, den Jugendlichen ein neues Verständnis von Männlichkeit zu vermitteln, das auf gleichberechtigter Partnerschaft, gegenseitiger Achtung und Verantwortung sowie Gewaltfreiheit beruht.

EngenderHealth arbeitet mit prominenten und in der Öffentlichkeit beliebten Männern, wie beispielsweise bekannten Fußballern, Rugbyspielern, Sängern und Schauspielern zusammen, die als „Stars“ des MAP-Programms mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade in einer Gesellschaft, in der Kriminalität und AIDS weit verbreitet sind, ist es wichtig, dass Vorbilder für den Gebrauch von Kondomen werben, auf die Gefahren von AIDS hinweisen und die Frau als gleichberechtigte Partnerin darstellen.

Weitere Informationen über die Organisation via Let’s help oder direkt unter:

EngenderHealth

Adresse: 49 Jorrisen, Braamfontein, Johannesburg, South Africa

Kontakt: Kent Klindera (Senior Technical Advisor)

Telefon: +27 11 4035245

e-Mail: kklindera@engenderhealth.org 

Web: www.engenderhealth.org